Menopause: Mitten im Leben – und plötzlich alles anders

Wenn sich der weibliche Körper meldet – und niemand darüber spricht

Ich bin Jahrgang 1970. Und wie so viele Frauen in meinem Alter habe ich mich irgendwann in der „Menopause“ wiedergefunden – ohne große Vorwarnung. Kein vertrauliches Gespräch mit meiner Mutter, kein Hinweis auf das, was kommt. Vielleicht aus Scham. Vielleicht, weil sie es selbst nicht anders kannte. Vielleicht, weil ihre Erfahrung wirklich eine andere war. Ich weiß es nicht. Zögerlich wurde es dann auch mit einigen meiner Freundinnen Thema.

Was ich weiß: Ich schlafe schlechter. Meine Gelenke schmerzen morgens. Die Haare werden dünner. Und dann sind da diese Hitzewallungen – aus dem Nichts, plötzlich, unvermittelt, die aber ein Glück bei mir nicht so heftig sind wie bei zwei meiner Freundinnen. Was ich auch spüre: Eine Unruhe. Nicht nur hormonell. Eine innere Bewegung, die fragt: War das schon alles? Für mich persönlich waren die letzten Jahre auch eine Phase der Veränderung. Vielleicht finde ich deshalb diese Lebensphase sogar interessant und spannend und schreibe nun diesen persönlicheren Blogbeitrag.

Menopause: Mitten im Leben – und plötzlich alles anders - Ich bin Jahrgang 1970. Und wie so viele Frauen in meinem Alter habe ich mich irgendwann in der „Menopause“ wiedergefunden – ohne große Vorwarnung. Kein vertrauliches Gespräch mit meiner Mutter, kein Hinweis auf das, was kommt. Vielleicht aus Scham. Vielleicht, weil sie es selbst nicht anders kannte. Vielleicht, weil ihre Erfahrung wirklich eine andere war. Ich weiß es nicht. Zögerlich wurde es dann auch mit einigen meiner Freundinnen Thema.

Die Lebensmitte als Schwelle – nicht als Ende

Ich bin kürzlich auf den Podcast „Von wegen Pause“ von Birgit Fenderl gestoßen. Und ich fand es toll, wie darin dieses Thema in mehreren Folgen aufgegriffen wird. Ernsthaft, konstruktiv, offen, aber auch mit Humor. Der Podcast macht das sichtbar, worüber so viele von uns schweigen. Was nicht benannt wird, bekommt hier Platz.

Wer reinhören mag:

Spotify: https://open.spotify.com/show/26X37vRQI6GWtr9zxxlLSf

Apple Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/von-wegen-pause/id1801736071

Dabei sind wir viele. Frauen zwischen 45 und 55, die sich verändern – körperlich, seelisch, emotional. Die sich manchmal nicht wiedererkennen. Und oft auch nicht verstanden fühlen. Die das Gefühl haben, zu funktionieren, obwohl ihnen nach Rückzug zumute ist. Die so viel tragen – und sich selbst dabei verlieren oder neu wiederentdecken wollen.

Was die Wechseljahre wirklich sind?

Die sogenannte Menopause ist mehr als das Ende der Regelblutung. Sie ist ein Übergang. Eine Zäsur. Nicht von einem Tag auf den anderen – sondern schleichend, ehrlich gesagt in einem ganz schön langen Prozess. Und dennoch deutlich. Der Östrogenspiegel, der bei uns Frauen so vieles im Körper steuert – von Schlaf, Stimmung, Temperaturregulation bis hin zu Haut, Schleimhäuten und Libido – fällt in den Wechseljahren oft schlagartig ab. Übrigens: Auch Männer durchlaufen Wechseljahre, eine Art hormonelle Veränderung. Doch im Gegensatz zu uns sinkt der Testosteronspiegel bei ihnen in der Regel langsam und kontinuierlich – nicht plötzlich, nicht in einem so massiven Umbruch. Der weibliche Körper erlebt in dieser Lebensphase eine Art inneres Erdbeben, während es bei Männern eher ein sanftes Absinken ist. Und dennoch wird darüber kaum gesprochen.

Man sagt, es gebe eine Faustregel: Ein Drittel der Frauen geht fast unbemerkt durch die Wechseljahre. Sie spüren kaum Veränderungen – vielleicht hier und da ein Hitzeschub, etwas unruhiger Schlaf, doch das Leben läuft weiter wie bisher, und dann bleibt die Regelblutung einfach weg. Das zweite Drittel erlebt spürbare Symptome: Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme, das Gefühl, nicht mehr ganz im eigenen Körper zu Hause zu sein. Und dann gibt es das letzte Drittel – Frauen, die von dieser Phase regelrecht überrollt werden. Sie kämpfen mit Schlaflosigkeit, Depressionen, Gelenk- oder Muskelschmerzen, Herzrasen, Erschöpfung, mit dem Rückgang der Libido, mit Haarausfall oder Scheidentrockenheit, Vergesslichkeit und welche Symptome es sonst noch so gibt. Die Seele und der Selbstwert leiden Zusehens mit dem Fortschreiten der Menopause.

Für manche ist der Alltag plötzlich kaum noch zu bewältigen. Sie stehen im Leben, tragen Verantwortung, funktionieren – und merken doch: Etwas in ihnen hat sich grundlegend verschoben. Ihr Körper reagiert anders, ihr Denken verändert sich, ihre Gefühle sind empfindsamer. Und all das geschieht oft, ohne dass jemand darüber spricht. Das kann verunsichern. Es kann Angst machen. Und es kann das Gefühl hinterlassen, plötzlich eine andere zu sein – obwohl man doch dieselbe bleibt. Vielleicht auch, plötzlich zum „alten Eisen“ zu gehören und als Frau unsichtbar zu sein. Ganz nach dem üblen, verletzenden Motto: „Frau wird alt – Mann charismatisch.“

Menopause: Mitten im Leben – und plötzlich alles anders - Ich bin Jahrgang 1970. Und wie so viele Frauen in meinem Alter habe ich mich irgendwann in der „Menopause“ wiedergefunden – ohne große Vorwarnung. Kein vertrauliches Gespräch mit meiner Mutter, kein Hinweis auf das, was kommt. Vielleicht aus Scham. Vielleicht, weil sie es selbst nicht anders kannte. Vielleicht, weil ihre Erfahrung wirklich eine andere war. Ich weiß es nicht. Zögerlich wurde es dann auch mit einigen meiner Freundinnen Thema.

Warum wir so wenig darüber wissen?

Die Müttergeneration, der nun in der Menopause befindlichen Frauen, hat oft geschwiegen. Vielleicht aus Scham. Vielleicht, weil sie selbst keine Worte dafür hatte. Vielleicht auch, weil sie gelernt hat, nicht über körperliche Schwäche zu sprechen – um nicht in Klischees zu verfallen. Einige der Frauen, die sich in der zweiten Frauenbewegung engagierten, vermieden das Thema sogar bewusst: Aus Sorge, als „hormonell gesteuert“ abgewertet zu werden oder dem alten Bild vom „schwachen Geschlecht“ neues Futter zu geben. Die körperliche Seite des Frauseins blieb damit auch im Feminismus lange ein weißer Fleck.

Und so stehen wir heute da, mitten im Leben – und wissen oft nicht, was mit uns geschieht.

Viele Frauen googeln sich durch Symptome. Finden widersprüchliche Informationen. Werden medizinisch nicht ernst genommen. Es gibt kaum strukturelle Aufklärung. Und wenn doch, dann meist technokratisch. Es fehlt an Sprache, an Bildern, an offenen Räumen. Dabei ist die Menopause keine Krankheit. Sie ist eine Lebensphase.

Menopause: Mitten im Leben – und plötzlich alles anders - Ich bin Jahrgang 1970. Und wie so viele Frauen in meinem Alter habe ich mich irgendwann in der „Menopause“ wiedergefunden – ohne große Vorwarnung. Kein vertrauliches Gespräch mit meiner Mutter, kein Hinweis auf das, was kommt. Vielleicht aus Scham. Vielleicht, weil sie es selbst nicht anders kannte. Vielleicht, weil ihre Erfahrung wirklich eine andere war. Ich weiß es nicht. Zögerlich wurde es dann auch mit einigen meiner Freundinnen Thema.

Eine turbulente Zeit: zwischen Leere und Möglichkeit

Was sich verändert, ist nicht nur der Hormonhaushalt. Es verändert sich das Leben. Die Kinder werden selbstständig. Beziehungen geraten in Bewegung – oder ins Stocken. Der Job fordert, aber erfüllt nicht mehr. Die Haut wird trockener, die Haare werden dünner, die Libido wird vielleicht weniger oder anders, die Fragen kommen. Und mit ihnen: eine neue Klarheit.

Wer bin ich jetzt?

Was ist mir wichtig?

Wofür stehe ich morgens auf?

Diese Fragen treffen auf ein System, das uns oft übersieht. Frauen über 50 werden selten als kraftvoll dargestellt, beispielsweise in Filmen oder auch im beruflichen Umfeld. Eher als neutral. Unsichtbar. Während Männer mit grauen Schläfen als „attraktiv“ gelten, müssen wir uns rechtfertigen – für Falten, Gewicht, Müdigkeit. Doch genau hier liegt der Anfang einer neuen Geschichte. Ungerecht, oder?

Die Kraft, sich selbst zuzuhören

Viele Frauen beginnen in dieser Phase, zum ersten Mal in ihrem Leben wirklich hinzuhören. Die innere Stimme wird lauter. Die Ungeduld mit dem „Weitermachen wie bisher“ wächst. Und dann passiert etwas: Sie beginnen zu fragen. Nicht nur: Was fehlt? Sondern auch: Was will ich? Was darf neu hinzukommen? Und was darf gehen?

Die Lebensmitte ist eine Einladung zur Bestandsaufnahme. Nicht aus Mangel, sondern aus Reife. Wir haben so viel erlebt, gegeben, organisiert, getragen. So viel Erfahrung gesammelt. Und oft dabei vergessen, was uns selbst wirklich nährt. Die Menopause konfrontiert uns damit – ob wir wollen oder nicht.

Beratung als geschützter Raum

In meiner Arbeit mit Frauen in dieser Lebensphase erlebe ich immer wieder, wie heilsam es ist, darüber zu sprechen. Ohne Scham. Ohne Leistungsdruck. Ohne Erwartung. Einfach da sein dürfen – mit allem, was ist.

Beratung bedeutet nicht, dass etwas nicht stimmt. Sie ist ein Raum, um hinzuschauen. Um zu sortieren, was bleibt – und was gehen darf und kommt neu hinzu. Um sich zu erinnern, was trägt. Und um zu spüren, dass wir mehr sind als unsere Symptome.

Ich arbeite systemisch – das heißt: ich schaue auf Zusammenhänge und Ressourcen, nicht auf Defizite. Ich bin keine Ärztin, aber ich begleite. Ich höre zu. Ich stelle Fragen. Und ich teile, was ich selbst erfahren habe. Denn ich bin mittendrin. Frauen haben Lust auf Lösungen, durfte ich erfahren.

Menopause: Mitten im Leben – und plötzlich alles anders - Ich bin Jahrgang 1970. Und wie so viele Frauen in meinem Alter habe ich mich irgendwann in der „Menopause“ wiedergefunden – ohne große Vorwarnung. Kein vertrauliches Gespräch mit meiner Mutter, kein Hinweis auf das, was kommt. Vielleicht aus Scham. Vielleicht, weil sie es selbst nicht anders kannte. Vielleicht, weil ihre Erfahrung wirklich eine andere war. Ich weiß es nicht. Zögerlich wurde es dann auch mit einigen meiner Freundinnen Thema.

Die zweite Lebenshälfte beginnt nicht mit dem Ende

Vielleicht sind die Haare nicht mehr so voll und die Ansätze werden grauer. Vielleicht brauchen wir nachts einen Fächer. Vielleicht fühlen wir uns manchmal nicht mehr sexy. Aber wissen Sie was? Wir wissen, wer wir sind. Oder beginnen, es zu wissen. Und das ist keine Schwäche. Das ist Stärke.

Die Menopause ist keine Pause. Sie ist ein Neubeginn. Ein Umbruch, der weh tun kann. Aber auch ein Raum, der Freiheit schenkt. Zeit. Klarheit. Tiefe. Wenn wir uns erlauben, ihn zu betreten.

Wenn Sie mögen, begleite ich Sie in dieser Phase. Ob in einem einzelnen Gespräch oder über einen längeren Prozess. Es geht nicht um „schnelle Lösungen“. Sondern um ehrliche Begegnung – mit sich selbst. Und manchmal auch mit dem, was lange warten musste, um endlich gesehen zu werden.

Und Sie müssen nicht alles allein schaffen. Ich freue mich auf Sie.

10 FAQs zum Thema Wechseljahre

Was genau passiert in den Wechseljahren mit meinem Körper?

Der sinkende Östrogenspiegel bringt viele Veränderungen mit sich – körperlich wie emotional. Das Spektrum reicht von Hitzewallungen über Schlafstörungen bis hin zu Stimmungsschwankungen. Jeder Körper reagiert anders – und jede Frau darf sich dabei ernst nehmen.

Ja. Viele Frauen erleben die Lebensmitte als Phase der Neuorientierung. Der alte Takt funktioniert nicht mehr – und der neue ist noch nicht gefunden. Das kann verunsichern. Und zugleich der Beginn von etwas sehr Echtem sein.

Oft fehlt es an Sprache, Raum und Vorbildern. Noch immer haftet dem Thema Scham oder Alter an. Dabei betrifft es jede Frau – und verdient Aufmerksamkeit, Würde und Offenheit.

Die Auswirkungen der Menopause sind sehr unterschiedlich. Eine häufig zitierte Faustregel besagt: Ein Drittel der Frauen erlebt diese Phase fast unbemerkt – sie spüren nur leichte Veränderungen, und irgendwann bleibt einfach die Regelblutung aus. Ein weiteres Drittel hat mit spürbaren Symptomen zu tun, wie Hitzewallungen, Gewichtszunahme oder Stimmungsschwankungen – und oft auch mit dem Gefühl, sich im eigenen Körper nicht mehr ganz zu Hause zu fühlen. Das letzte Drittel hingegen wird von den Wechseljahren regelrecht überrollt: Schlaflosigkeit, Depressionen, Erschöpfung, Haarausfall, Muskel- und Gelenkschmerzen, Herzrasen, Scheidentrockenheit, Vergesslichkeit – die Liste ist lang. Und oft leidet auch das seelische Gleichgewicht: Viele Frauen berichten, dass ihr Selbstwertgefühl spürbar abnimmt. Was in dieser Zeit besonders fehlt: ernst genommen zu werden. Und Räume, in denen alles, was sich zeigt, einfach da sein darf.

Beratung oder ein Einzelcoaching bietet einen geschützten Raum, um Gedanken zu sortieren, Bedürfnisse zu erkennen und Perspektiven zu entwickeln. Es geht nicht um Therapie – sondern um bewusste Selbstzuwendung in diesen turbulenten Zeiten.

Nein. Veränderung kennt kein Alter. Gerade die zweite Lebenshälfte lädt ein, das eigene Leben noch einmal bewusst zu gestalten – auf neue Weise, mit mehr Tiefe.

Auch das ist nicht ungewöhnlich. Nähe, Lust und Rollenbilder verändern sich. In der Beratung darf alles da sein – auch Zweifel, Fragen, Wünsche.

Unbedingt. Viele Frauen berichten von neuer Klarheit, größerer Selbstbestimmtheit und mehr innerer Freiheit – wenn sie sich selbst wieder zuhören. Und ohne Regelblutung ist es doch auch ganz nett…

Manchmal beginnt alles mit einem einzigen Gespräch. Beratung kann helfen, diese Unklarheit nicht als Problem, sondern als Anfang zu betrachten.

In einem geschützten Rahmen sprechen wir über Ihr Anliegen. Unverbindlich, zugewandt und in Ihrem Tempo. Es geht darum, dass Sie sich wohlfühlen – nicht darum, etwas „leisten“ zu müssen.

Ich freue mich darauf, Sie kennen­zulernen.

Gemeinsam können wir herausfinden, wie sich wieder mehr Verbindung, Klarheit und Zuversicht in Ihr Leben und Ihre Beziehungen bringen lässt. Gerne in einem kostenfreien Erstgespräch am Telefon.